- Prof. Dr. Veronika Schraut
Was ist meine Grundprofession
Exam. Altenpflegerin; Gerontopsychiatrische Fachkraft
Meinen ersten Traumberuf fand ich als examinierte Altenpflegerin, zu der ich mich von 2000-2003 am BIZ in München ausbilden habe lassen. Die ersten Berührungspunkte erlebte ich schon als Jugendliche durch meine Mama, die ebenfalls in der Altenpflege tätig war. Die Ausbildung begann ich ursprünglich, um die Wartezeit für einen Medizinstudienplatz sinnvoll zu überbrücken.
Es folgte noch eine Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft in Ingolstadt und praktische Erfahrungen sammelte ich sowohl im ambulanten als auch teil-stationären und stationären Bereich im Landkreis Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen.
Auch während meines sich anschließenden Studiums sowie danach begleitend zu meiner professoralen Tätigkeit arbeitete ich punktuell immer wieder als Altenpflegerin, um den Bezug zur Praxis aufrecht zu erhalten. Meine Erfahrungen in diesem Bereich und die Liebe zum alten, gerontopsychiatrisch veränderten Menschen haben meinen weiteren Werdegang erheblich geprägt.
Wie war mein akademischer Entwicklungsweg
Professorin für Geriatrische Pflege- und Rehabilitationswissenschaften; Leitung des Büros Gleichstellung, Familie und Diversity an der Hochschule Kempten
Anstatt den angebotenen Medizinstudienplatz vor der Haustüre anzunehmen, entschied ich mich 2004 für die Aufnahme eines Pflegemanagementstudiums an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg mit dem Abschluss der Dipl. Pflegewirtin (FH) 2008.
Meine Idee war es, nach allem, was ich in der Pflege gesehen und erlebt hatte, diese zu revolutionieren! 😊 Meinen Schwerpunkt im Studium fand ich in Gerontologie und Ethik und es bereitete mir große Freude, mir neues Wissen anzueignen und dieses gut verständlich weiter zu tragen.
Am Ende des Studiums ergab sich die Möglichkeit an der UMIT TIROL – Private Universität für Gesundheitswissenschaften und -technologie GmbH ein Promotionsstudium in Gerontologischer Pflegewissenschaft aufzunehmen. Dieses forderte und bereicherte mich gleichermaßen und ich konnte es 2013 erfolgreich mit dem Titel Dr. phil. abschließen.
Noch während meines Pflegemanagementstudiums sammelte ich berufliche Erfahrungen in der Beratung und Ehrenamtskoordination der Alzheimergesellschaft Ingolstadt und wechselte 2008 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin der Geschäftsführung an die Ingenium Stiftung Ingolstadt – eine wissenschaftliche Institution mit dem Hauptschwerpunkt des Umgangs mit Menschen mit Demenz.
2010 verließ ich dieses Feld und konnte als Geschäftsführerin der LandesSeniorenVertretung Bayern e.V. wertvolle Erfahrungen im Umgang mit absoluten Aktiv-Senior*innen, Verbandsarbeit und politischem Wirken auf bayerischer Ebene sammeln. 2013 wurde mir die Vertretungsprofessur an der KU Eichstätt-Ingolstadt angeboten und ich konnte dort mein vielfältiges Erfahrungsspektrum einbringen.
Meinen zweiten Traumberuf begann ich Ende 2015 als Professorin für Geriatrische Pflege- und Rehabilitationswissenschaften an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kempten. Dort durfte ich den Bachelorstudiengang Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege (später dann Gerontologische Pflege und Therapie) maßgeblich entwickeln und führen. Ein weiterer Teil meiner dortigen hochschulischen Tätigkeit ist die Leitung des Büros der Gleichstellung, Familie und Diversity in der Funktion der Gleichstellungsbeauftragten.
Auch in der Kempten Business School lehre ich im Businesscoachingbereich.
Wie kam es zur Entwicklung der PflegeConsult Prof. Dr. Veronika Schraut
Ich begann 2008 als freiberufliche Dozentin im Bereich Demenz nebenberuflich tätig zu sein und entschied mich 2010 zur Gründung meiner Firma PflegeConsult. Das Tätigkeitsspektrum der Fort- und Weiterbildung erweiterte sich über die Jahre hinweg zur wissenschaftsfundierten Beratung und Organisationsentwicklung. Während ich zu Beginn noch ganz allein tätig war, darf ich heute mit meinem Team aus mehreren meiner fähigsten Absolvent*innen des oben genannten Studiengangs zusammenarbeiten. Gemeinsam sind wir bei Fort- und Weiterbildungseinrichtungen sowie im Inhouse-Bereich im gesamten Allgäu, z.B. in Kaufbeuren, Kempten, Memmingen, Sonthofen usw. sowie in München, Augsburg uvm. unterwegs und zudem landesübergreifend in Österreich (Bregenz und Dornbirn) und in St. Gallen in der Schweiz.
Mit zunehmender Berufserfahrung und einer Weiterbildung zur Systemischen Coachin und Familienaufstellerin entwickelte sich zudem das Tätigkeitsfeld der Supervisionen, des Coachings und der Familienaufstellungen. Diese Bereiche werden derzeit ausschließlich von mir durchgeführt.
Wie ist Veronika Schraut privat
Tatsächlich ist meine berufliche Tätigkeit ein wichtiger Bereich meines Lebens, den ich sehr engagiert lebe und auch für mich brauche. Darüber hinaus gibt es aber einen noch wichtigeren Teil: meine Familie. Mit drei eigenen Kindern zwischen 11-20 Jahren, meinem Partner und dessen Kind sowie einem gemeinsamen Kind und drei Katzen, leben wir eine der komplexesten Formen der Patchworkfamilie mit all ihren Facetten. Zeit für mich ganz alleine nehme ich mir gerne in der Natur, bei Outdoor-Aktivitäten und in der Sauna.
Zeit, um zu reflektieren und die Gelegenheit zur persönlichen Weiterentwicklung nehme ich mir regelmäßig mit meinem Coach, der mich schon seit einigen Jahren begleitet. So habe ich mich über die Zeit hinweg mit eigenen inneren Themen, Antreibern und Prägungen auseinandergesetzt. So bin ich letztlich auch zu den oben genannten Weiterbildungen gekommen, die mich bei meiner persönlichen Entwicklung auch nochmal stark vorangebracht haben. Den Luxus von Coaching und Supervision erlebe ich u.a. deshalb als sehr wertvoll, da persönliche Entwicklung und Selbsterkenntnis nie endet und in jeglicher Arbeit mit Menschen – insbesondere in Führungspositionen – unabdingbar ist.
Welche Zusatzbereiche gibt es oder gab es noch
Stark angetrieben von den in der Transaktionsanalyse bekannten Antreibern war ich politisch auf kommunaler, Bezirks- und Landesebene tätig. Die vielfältigen interessanten Erfahrungen, die ich dort machen durfte, waren eindrücklich – heute kann ich sehr gut ohne sie leben.
Stolz bin ich auf meine vier Fachbücher, die sehr viel Zeit beansprucht haben, aber wenig Geld einbringen – dafür aber viel Ehre 😊